Devisenmarkt

Als Devisenmarkt bezeichnet man den globalen Währungsmarkt, auf dem sämtliche Währungen gehandelt werden können. Der Devisenmarkt, in der Fachwelt häufig auch als Forex (foreign stock exchange) bezeichnet, ist der größte Finanzmarkt der Welt. Dieser ist nicht an einen Standort gebunden, sondern erstreckt sich global. Außerdem kennt die Forex keine festen Handelszeiten. Der Devisenmarkt ist rund um die Uhr zugänglich. An der Forex werden pro Tag rund 4 Billionen Dollar umgesetzt – Tendenz steigend.

zu den Akteuren am Devisenmarkt zählen vor allem Banken, welche als Anleger, Spekulanten oder Broker auftreten und zum Beispiel für institutionelle oder private Kunden Devisen handeln. Außerdem engagieren sich auch die Zentralbanken dieser Erde am Devisenmarkt. Sie greifen zum Beispiel aufgrund von wirtschaftspolitischen Motiven in das Marktgeschehen ein, um zum Beispiel eine Währung zu stützen oder abzuwerten.

Der Handel von Devisen erfolgt immer in Form von sogenannten Paaren. Hierbei werden beispielsweise Euro gegen USD getauscht (beim Handel des Devisenpaars EUR/USD). Demnach handelt es sich bei Devisengeschäften immer um Tauschgeschäfte. Die Quotierung des Tauschkurses erfolgt immer bis auf vier Nachkommastellen. Ordergebühren oder Spreads sind am Devisenmarkt unüblich. Stattdessen werden Devisenpaare mit Pips gehandelt. Ein Pip entspricht der kleinstmöglichen Preisdifferenz eines Devisenpaares. Die Differenz zwischen An- und Verkaufskursen entspricht oft nur wenigen Pips.

In der Regel engagieren sich nur professionelle Anleger an den Devisenmärkten. Allerdings ermöglichen immer mehr Broker auch Privatanlegern die Möglichkeit zum professionellen Devisenhandel. Oft bieten die Broker sogar Kontoeröffnungen mit nur 5.000 Euro Kapital an. Allerdings kann sich der Devisenhandel auch mit derart geringen Beträgen lohnen: Für den Handel eines Währungspaares muss der Trader lediglich eine sogenannte “Marginleistung erbringen”. Diese Sicherheitsleistung beträgt in der Regel nur wenige Prozent und hängt vom Broker und den Präferenzen des Traders ab.

In Extremfällen beträgt die Marginleistung sogar nur 0,5 Prozent, sodass der Trader mit dem vorhandenen Kapital theoretisch das 200-fache des eingesetzten Kapitals bewegen kann. Ein Kontostand von 5.000 Euro würde demnach ausreichen, um 100.000 Euro zu bewegen! Daraus ergeben sich natürlich exorbitante Gewinn- und Verlustmöglichkeiten. Der Devisenhandel mit derart geringen Marginleistungen sollte daher nur von Anlegern betrieben werden, die sich der Gefahr solcher Trades bewusst sind. Denn sobald die Sicherheitsleistung aufgebraucht ist, fordert der Broker eine Nachschusszahlung an. Kann der Trader diese nicht leisten – droht die Zwangsliquidierung und ein entsprechender Totalverlust! Außerdem ist beim Devisenhandel eine Nachschusspflicht nicht ausgeschlossen. Insofern kann nicht nur das eingesetzte Kapital verloren werden, sondern auch darüberhinausgehendes Kapital, sofern die eingegangene Position nicht rechtzeitig geschlossen wird.